St. Vitus-Glocke
"vite Puer. Martir. Benedic nos Nomine Jhesu,. anno dm ccccc unde vi die x mensis july johan van venlo et johan van stralen.", prangt es in latainischer Schrift am Hals der heute vor 500 Jahren gegossenen St. Vitusglocke. Übersetzt heißt die Inschrift: "Vitus Kind. Märtyrer. Segne uns im Namen Jesu. Im Jahre des Herrn 1500 und 6 am 10. Tage des Monats Juli Johan van Venlo und Johan van Stralen."
Mit rund zwei Tonnen Gewicht und einem unteren Durchmesser von 152 cm hat die C-Glocke mittlerweile mehrere Kriege und andere Widrigkeiten überstanden. Selbst der Zwangsablieferung von Glocken, zum Einschmelzen für Kriegszwecke im Jahre 1942, konnte die mächtige Hauptglocke trotzen.Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums wurde am gestrigen Sonntag ein Festgottesdienst gefeiert, bei dem die Glocken einbezogen wurden. So wurde vor, während und nach der Messe gebeiert. Bei diesem, erstmal 1829 in Oedt belegten altem Brauch, werden die Glocken mit einem Hammer an der Außen- oder Innenseite zum klingen gebracht. Die sieben Oedter "Beiermänner" spielen derzeit etwa 20 Melodien mit den fünf Glocken.
Nach dem Festgottesdienst bestand dann die Möglichkeit, durch eine Besteigung des Glockenturmes das Geläut zu besichtigen und den "Beiermännern" bei der Arbeit zuzusehen.
Zum Jubiläum wurde durch die Pfarrgemeinde ein, von Herrn Willmen erstelltes, Heft rund um die Glocken von St. Vitus herausgebracht. Dieses Heft kann zum Preis von einem Euro im Pfarrbüro erstanden werden.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 29. April 2012 07:26